Der Klosterwirt ist und bleibt ein Streitthema in Grafrath. Dabei sollte es eigentlich nicht so schwer sein - alle wollen doch Klosterwirt und Stadl retten.
Auf jeden Fall machten die Grafrather Bürger auf der Bürgerversammlung am 18.11.2010 ihrem Ärger über das Hin und Her um den Klosterwirt deutlich Luft.
Im Mittelpunkt stand dabei das Konzept der Real Treuhand und dessen Behandlung am 7.10.2010 im Gemeinderat (siehe Bericht 11. Oktober).
Bericht Bürgerversammlung im Fürstenfeldbrucker Tagblatt herunterladen (480 kb)
Aufregung gab es auch um eine Äusserung von Bürgermeister Hagenguth auf der Bürgerversammlung, nach der er meinte, dass ihm die Absicht der Real Treuhand, Klosterwirt und Stadl
als erstes renovieren zu wollen nicht schriftlich vorliege. Auf Nachfrage des Fürstenfeldbrucker Tagblatts gab er doch zu, dass ihm ein entsprechendes Schreiben
der Real Treuhand vorliege.
Für erhebliche Irritation sorgte zudem die Haltung von Bürgermeister Hagenguth, der die nochmalige Beratung des Umgriffes des Konzeptes der Real Treuhand
nicht in den Gemeinderat nehmen wollte, obwohl ein Antrag der 9 Gemeinderäte von Einigkeit Grafrath und der CSU Grafrath wegen neuer Sachverhalte
vorlag, was die Neuansetzung verpflichtend macht. Das wurde auch von Seiten des Landratsamtes und der Kommunalaufsicht so klargestellt und an
Bürgermeister Hagenguth kommuniziert.
Bericht 'Rathauschef stellt sich gegen Landratsamt' im Fürstenfeldbrucker Tagblatt herunterladen (540 kb)
In letzter Minute lenkte Bürgermeister Hagenguth nun doch ein und lud zur Gemeinderatssitzung am 2.12.2010, auf der der Antrag des Real Treuhand zur Renovierung von
Klosterwirt und Stadl sowie der Bebauung im hinteren Areal nochmals beraten wird.
Bericht 'Bürgermeister lenkt ein' im Fürstenfeldbrucker Tagblatt herunterladen (980 kb)
Endlich ist eine Lösung für den Klosterwirt in Sicht - und schon droht diese wieder zu scheitern.
In der Bauausschusssitzung vom 20. September stellte die Real Treuhand Immobilien GmbH, die das Klosterwirtgrundstück von den Erben gekauft hat,
ihr Konzept zur Rettung des Klosterwirts vor. Geschäftsführer Herr Deml und Architekt Herr Kehrbaum, vom gleichnamigen renommierten Architekturbüro,
standen den Mitgliedern des Bauausschusses Rede und Antwort.
Im Mittelpunkt steht die sofortige Renovierung des Klosterwirt und Nutzung als Gasthof mit Zimmern und Biergarten sowie die Wiederherstellung des Stadls mit
Veranstaltungsräumen sowie Marktgeschäften und kleinen Läden. Das hintere Areal wird locker und modern-ökologisch bebaut. Die Finanzierung dafür steht.
Konzept Real Treuhand im Fürstenfeldbrucker Tagblatt herunterladen (701 kb)
Der Bauausschuß sprach mit 8:0 Stimmen an den Gemeinderat die Empfehlung aus, einen Bebauungsplan für das vorgestellte Konzept aufzustellen. Dieser erhält
den Namen "Am Klosterwirt". Die Vorzüge des vorgestellten Konzeptes liegen darin, dass zuallerst die Renovierung des Klosterwirt und Stadls in Angriff
genommen wird - im Winter wolle man gleich mit Stützmaßnahmen für den Stadl beginnen. Erst über die kommenden 5-7 Jahren werde man durch Wohnbebauung im hinteren Areal
das Konzept abrunden. Die Finanzierung für dieses Projekt steht trotzdem, da man als Investor in Vorleistung geht.
Der Gemeinde entstehen dabei keine Kosten, im Gegenteil - die Real Treuhand stellt der Gemeinde Geld für die Folgekosten des zu erwartenden Zuzugs zur Verfügung und
übernimmt sogar die Gestaltung des Platzes vor dem Klosterwirt inkl. Erneuerung des Fahrbahnbelages, so dass Klosterwirt, davor liegender Platz, Kloster und Rassokirche als harmonische Einheit gestaltet werden - eine Forderung, die lange schon im Raum steht.
Die Bebauung des hinteren Areals erfolgt in Kombination aus EFH, DHH, Reihenhäusern und sogenannten Atriumhäusern. Neben dem Klosterwirt entstehen 4 mehrgeschoßige
Gebäude, die mit Tiefgarage und Aufzug beste Voraussetzungen für Wohnen im Alter bieten.
Die gesamte Bebauung erfolgt nach Grundsätzen moderner und ökologischer Ortsgestaltung. Das Areal wird locker bebaut und die Häuser werden so geplant,
dass gegenseitig kein Schattenwurf erfolgt. Dies und ein modernes Heizkonzept sorgen für die Erfüllung ökologischer Ansprüche. Durch die verschiedenen Häusertypen entsteht
ein abwechslungsreicher Charakter auf dem Areal, das für Jung und Alt Platz bietet.
Dies alles erläuterte Herr Kehrbaum, der seit Jahren in der modernen Stadtplanung tätig ist und hier u.a. mit Universitäten zum Thema "demographische und demokratische"
Ortsgestaltung zusammenarbeitet.
Umso größer war die Verwunderung, als der Gemeinderat in der Sitzung am 7. Oktober mit den Stimmen von SPD, Grüne und Bürger für Grafrath dem Konzept die Zustimmung
in der vorgestellten Form verweigerte. Man nahm Anstoß an der Tatsache, dass der Umgriff dieses Konzeptes ca. 3.300 - 6.000 qm (die Angaben variieren hier) größer sei, als der damals vom Forum Klosterhof
vorgestellte und in einem Bürgerbegehren abgelehnte Vorschlag.
Klosterwirt-Projekt droht zu scheitern - im Fürstenfeldbrucker Tagblatt herunterladen (1.118 kb)
Obwohl alle gestellten Fragen von Herrn Kehrbaum sehr kompetent und zufriedenstellend beantwortet wurden, stimmte man der Aufstellung eines Bebauungsplans nur mit der
Einschränkung zu, dass der Umgriff die "gleiche Größe wie beim Vorschlag des Forum Klosterhof" haben dürfe. Im Laufe der Sitzung wurde nicht klar,
was das Argument dafür sei. Architekt Kehrbaum zeigte sogar auf, dass der geplante Umgriff eine absolut passende und angemessene Ortsabrundung darstellt.
Ein entsprechend schon daheim auf Schreibmaschine vorbereiteter Antrag wurde aber von Gemeinderat Nerlich (SPD) eingebracht. Geschäftsführer Deml wies darauf hin,
dass ein geringerer Umgriff wirtschaftlich nicht machbar und ortsgestalterisch nicht sinnvoll sei, da man ansonsten viel dichter bauen müsse
(zur Erinnerung: die zu dichte Bebauung im Vorschlag des Forum Klosterhof war der Hauptgrund der Ablehnung). Eine gleich lockere Bebauung ist auf
geringerem Umgriff nicht zu finanzieren. Leider fanden diese Hinweise bei SPD, Grüne und Bürger für Grafrath kein Gehör.
Architekt Kehrbaum legte den Gemeinderäten von SPD, Grüne und Bürger für Grafrath nahe, den größeren Umgriff nicht auszuschliessen, sondern nur
die Prüfung der Notwendigkeit dieses Umgriffs mit aufzunehmen. Ansonsten unterwerfe man sich hier Vorgaben zur Gestaltung, die aus städteplanerischer und ökologischer Sicht
nicht sinnvoll seien.
Von diesen Argumenten ließen sich die 8 Gemeinderäte von SPD, Grüne und Bürger für Grafrath leider nicht beeindrucken. Sie stimmten mit 8:5 Stimmen (es fehlten
4 Gemeinderäte der Einigkeit und der CSU aus beruflichen sowie Urlaubsgründen - letzteres war dem Bürgermeister bei Einberufung der Sitzung bekannt) für die Aufstellung des Bebauungsplans
mit deutlich geringerem Umgriff.
Von Seiten der Real Treuhand sowie des Architekturbüros wird diese Variante aber abgelehnt. Man müsse dabei zu stark verdichten und das lockere, ökologisch attraktive
und der Ortsrandlage angepasste Konzept sei nicht möglich. So etwas wolle man nicht bauen, da es nicht zu dieser Lage und Grafrath passe.
Wie es nun weiter geht ist ungewiss. Hier wurde auf jeden Fall eine große Chance vertan, endlich den Klosterwirt zu retten - und das mit einem
seriösen, finanzstarken und kompetenten Partner. Eine finanzielle Belastung der Gemeinde (der Hauptgrund, warum man den Vorschlag der Einigkeit und der CSU,
dass die Gemeinde die Bebauung übernehmen solle, abgelehnt hat) gibt es dabei nicht. Klosterwirt und Stadl würden zuerst renoviert - ein wesentlicher Unterschied zum
abgelehnten Vorschlag des Forum Klosterhof.
Es scheint, als seien bei manchen durch die Ablehnung des Konzeptes vom Forum Klosterhof im Bürgerbegehren doch so tiefe Wunden entstanden, dass man anderen Konzepten
grundlegend ablehnend gegenüber steht. Oder wie formulierte es ein Gemeinderat der 8 Stimmen-Mehrheit: "Ich winke doch nicht ein fertiges Konzept durch.
Heute waren die Mehrheitsverhältnisse halt anders."
Seiner offensichtlich politisch geschundenen Seele mag das gut getan haben - Grafrath hat es auf jeden Fall geschadet. Bleibt nur zu hoffen, dass doch noch
Vernunft Einzug hält, bevor dieses wirklich gute und überzeugende Konzept den Klosterwirt zu retten den Bach runter geht.
In der Gemeinderatssitzung vom 8.Februar 2010 wurde bekannt, dass die Erben des Klosterwirtareals ihre Absichtserklärung (neudeutsch "Letter of intent" oder
"LoI") zum Verkauf des Areals an die Gemeinde per 28.2.2010 gekündigt haben. Als Grund nennen sie die Unstimmigkeiten im Gemeinderat bzgl. des Kaufs durch die
Gemeinde und drücken ihr Bedauern darüber aus, dass es keine einheitliche Meinung dazu gibt.
Die Erben geben in dem Schreiben an, dass sie sich, um die Wiederbelebung des Klosterwirtareals einen Schritt voran zu bringen, für den Verkauf an einen
privaten Investor entschieden haben. Weiter geben sie bekannt, dass sie mit einem konkreten Investor in Verhandlungen stehen und Verkaufsgespräche mit weiteren
Interessenten aktuell nicht wünschen.
Damit ist die von Einigkeit Grafrath und CSU favorisierte Lösung, nämlich den Kauf des Areals durch die Gemeinde (siehe Eintrag vom 26.9.2009),
unwahrscheinlicher geworden. Dies ist schade, da bei einem Kauf durch die Gemeinde und Abwicklung im Rahmen eines Geschäftsbesorgervertrages für die Gemeinde
die Chance der besseren Gestaltungsmöglichkeit und einer finanziellen Überschußbeteiligung bestanden hätte.
Im Rahmen der Gemeinderatssitzung wurden ausserdem, wie von Bürgermeister Dr. Hagenguth immer wieder angemahnt, die vom Landratsamt als aktuell rechtswidrig
eingestuften Teile der zuvor gefassten Beschlüße (siehe Eintrag vom 23.1.2010) dahin gehend geheilt, dass sie umformuliert wurden, so dass die Grundlage zur
Beanstandung nicht mehr gegeben ist. Die Annahme der umformulierten Beschlüsse erfolgte mit 12:5 Stimmen.
Wenn auch in der Sitzung kritisiert wurde, dass dies - angesichts des Schreibens der Erben - unsinnig sei, so war dies schon alleine deswegen ein wichtiger und
notwendiger Schritt, da zuvor wiederholt von Seiten der Bürger für Grafrath (BfG), der Grünen und der SPD der Vorwurf vorgebracht wurde, die Gemeinderäte der Einigkeit
Grafrath und der CSU hätten rechtswidrige Beschlüsse gefasst und hielten auch daran fest. In einem Leserbrief eines Gemeinderates der BfG wurde sogar
"vorsätzlicher Eidesbruch" ins Spiel gebracht (siehe Eintrag vom 23.1.2010).
Vehemente Diskussionen gab es auch zu dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, dass andere private Kaufinteressenten Gelegenheit erhalten sollten, ihre Ideen und
Konzepte dem Gemeinderat in einer nichtöffentlichen Sitzung vorzustellen. Dies wurde im Laufe der Sitzung sinngemäß auch damit begründet, dass wenn man den
Erben nur weitere Ideen vorstellen würde, diese auch andere Investoren in Erwägung ziehen würden, da sie letztendlich vor allem an der Verwertung interessiert seien.
Dem wiederspricht klar die Aussage der Erben in ihrem o.g. Schreiben, dass sie aktuell mit keinen weiteren Investoren sprechen möchten und das von ihnen
favorisierte Konzept jenes mit der Wiederbelebung des Klosterwirts als Gastwirtschaft, der Sanierung des Stadls mit Fremdenzimmer und der baulichen
Entwicklung des Zusatzareals mit individuellem Wohnungsbau sei.
Das Fassen des o.g. Beschlusses zur Anhörung mehrerer Interessenten hätte darüber hinaus auch keine Relevanz, da die Gemeinde nicht gegen den Willen zweier privater
Vertragsparteien weitere Interessenten bzw. Inhaltskonzepte einbringen kann. Aus diesem Grund wurde dieser Beschlussvorschlag abgelehnt.
Die Diskussionen in der Sitzung wurden z.T. sehr emotional und leider auch mit Ausdrücken und Vorwürfen geführt, wie sie in einem demokratisch-politischen Gremium
eigentlich nicht auftauchen sollten. Hier scheint eine tiefe emotionale Kluft zu bestehen, fast bis hin zur Unversöhnlichkeit, was z.B.
auch offizielle Kommentare auf den Internetseiten der Bürger für Grafrath erkennen lassen.
Im Sinne der Gemeinde bleibt zu hoffen, dass die Wogen sich wieder glätten und die weitere Gestaltung des Klosterwirtareals konstruktiv und realistisch
vorgenommen wird.
Nachdem mit der Mehrheit der Fraktionen der EINIGKEIT und der CSU am 21.9., 5.10. und 19.10.2009 im Gemeinderat Beschlüsse zur Umsetzung des von CSU/EINIGKEIT
vorgelegten Konzeptes zur Entwicklung des Klosterwirts und des angrenzenden Areals gefasst wurden, hat Bürgermeister Dr. Hagenguth den Vollzug dieser Beschlüsse
ausgesetzt und die Kommunalaufsicht zur Prüfung hinzu gezogen, da er eine Unvereinbarkeit dieser Beschlüsse mit den Aufgaben der Gemeinde vermutete.
Anfang Januar 2010 teilte die Kommunalaufsicht das Ergebnis der Prüfung dieser Beschlüsse mit: darin wurden Teile der Beschlüsse als aktuell rechtswidrig
bewertet, versehen mit dem Hinweis, dass diese Teile nachgebessert werden können. Das Konzept in seiner Gesamtheit wurde aber nicht als
rechtswidrig bzw. unvereinbar mit den Aufgaben einer Gemeinde eingestuft.
Für die Gemeinderatssitzung am 14.1.2010 wurde daraufhin von Bürgermeister Dr. Hagenguth und der Gemeindeverwaltung eine Beschlußvorlage vorbereitet,
mit der die gefassten Beschlüsse zur weiteren Entwicklung des Klosterwirtkonzeptes als rechtswidrig bezeichnet wurden und damit zurückgenommen werden sollten.
Die Veröffentlichung dieser Beschlußvorlage und die Darstellung in den regionalen Zeitungen sorgte für Unruhe, so dass sich das Landratsamt dazu
veranlasst sah, eine Presseerklärung mit dem Hinweis herauszugeben, dass eben nicht das Konzept als rechtswidrig eingestuft wird, sondern nur Teile
daraus, die nachgebessert werden können. Zudem wurde die Gemeindeverwaltung Grafrath gebeten, den Beschlußvorschlag dahingehend abzuändern.
In der Gemeinderatssitzung vom 14.1.2010 wurde dieser Sachverhalt von Bürgermeister Dr. Hagenguth dargestellt, der Beschlußvorschlag aber nicht modifiziert.
Daraufhin wurde der Beschlußvorschlag, die gefassten Beschlüße zur Umsetzung des Klosterwirkonzeptes als rechtswidrig zurückzunehmen, mit 8:8 Stimmen abgelehnt.
Durch diesen Sachverhalt sah sich Herr v. Hoyer - Gemeinderat der Bürger für Grafrath - veranlasst, einen Leserbrief zu schreiben, der am 22.1.2010 im
Fürstenfeldbrucker Tagblatt veröffentlicht wurde. Darin trifft er u.a. die Aussage, "die Regeln von Recht und Ordnung sind dem CSU-Landrat Karmasin offensichtlich
weniger wichtig als das Ansehen seiner ramponierten Partei." Ebenso unterstellt er den Gemeinderäten der EINIGKEIT Grafrath und der CSU Grafrath "vorsätzlichen Eidesbruch".
Landrat Thomas Karmasin antwortete darauf mit einem Leserbrief, der am 23.1.2010 im Fürstenfeldbrucker Tagblatt veröffentlicht wurde. Er stellt
darin nochmals die rechtliche Vorgehensweise bei Prüfungen durch die Kommunalaufsicht klar und äussert Unverständnis über die "haltlose Anschuldigung"
von Parteilichkeit im Amt ihm gegenüber. Zudem erklärt er, sich nicht "auf eine neue Runde in einem ohnehin giftigen Streit" einzulassen und bittet auch
die Mitglieder der CSU Grafrath und der Einigkeit Grafrath dies nicht zu tun, verbunden mit der Hoffnung, dass zu sachlicher Auseinandersetzung zurückgefunden wird.
Leserbrief des Landrats im Fürstenfeldbrucker Tagblatt herunterladen (439 kb)
Am 21. September 2009 wurde im Gemeinderat das von Grafrather CSU und EINIGKEIT Grafrath erarbeitete Konzept für das Klosterwirtareal auf den Weg gebracht.
Nur gut ein Jahr nach Ablehnung des Bürgerbegehrens durch die Grafrather Bürgerinnen und Bürger ist damit der Weg bereitet zur Erhaltung bzw. Renovierung
von Klosterwirt und Stadl.
Bereits im Mai 2009 wurde das Konzept im Rahmen einer Klausurtagung den Gemeinderäten aller Fraktionen vorgestellt. Nachdem es seitdem mit viel Arbeit
und Engagement vorangetrieben wurde, ist jetzt der Rahmen geschaffen, dieses für Grafrath bedeutsame Areal neu zu gestalten und damit zu erhalten.
Im Kern steht die Wiederbelebung der beiden historischen Gebäude als Gasthof mit Gästezimmer und Veranstaltungsräumen sowie Raum für kleine Läden.
Als interessierter Betreiber konnte das Staatliche Hofbräuhaus München gewonnen werden, von dem eine Absichtserklärung zur Pacht und Betrieb
für 15 Jahre, mit Verlängerungsoption von mindestens 5 Jahren vorliegt.
Des Weiteren liegt eine Absichtserklärung einer Tochtergesellschaft der Landesbank Oberösterreich vor, die bereit ist, u.a. die Abwicklung des Verkaufs
der rückwärtigen Grundstücke - aus dessen Erlös die Renovierung u.a. vorgenommen wird - als Geschäftsbesorger zu übernehmen. Damit wird die Gemeinde Grafrath
von viel administrativem Aufwand entlastet.
Weitere Gespräche wurden mit dem Landratsamt Fürstenfeldbruck, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und den Erben des Klosterwirtareals geführt.
Daraus ergibt sich ein verlässlicher Rahmen, in dem die Wiederbelebung dieses Areals möglich und für die Gemeinde attraktiv ist. Das bedeutet auch, dass ein finanzielles Engagement der
Gemeinde Grafrath überschaubar und kontrollierbar bleibt und spätestens nach Abschluß des Projektes für die Gemeinde sogar ein jährlicher kalkulatorischer
Überschuß bleibt.
Die Konkretisierung des Konzeptes erfolgt in den kommenden Wochen und Monaten unter Einbezug aller Fraktionen in Bau- und Finanzausschuß.
Die EINIGKEIT Grafrath ist somit zusammen mit der Grafrather CSU der Verantwortung nachgekommen, die sie nach Ablehnung des Bürgerbegehrens übernommen hat.
Für Grafrath wurde damit die Chance geschaffen, nach den Unruhen und Vorwürfen im Nachgang zum abgelehnten Bürgerbegehren gemeinsam und konstruktiv an
diesem für den Ort bedeutsamen Projekt zu arbeiten und ein Ergebnis zu erzielen, das von der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürgern befürwortet wird.
Nach Fertigstellung der städtebaulichen Planung sollen alle Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Bürgerversammlung über Details zu diesem Projekt
informiert werden.
Wir bitte alle Grafratherinnen und Grafrather um ihre Unterstüzung, damit so der Klosterwirt zusammen mit dem Stadl wieder zu
einem Mittelpunkt für unser Miteinander werden kann.
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Am 9. Mai 2009 hat eine Klausurtagung des Gemeinderates zum Thema Klosterwirtareal stattgefunden. Dabei wurde ein von den Fraktionen der CSU und
der Einigkeit Grafrath vorgelegtes konkretes Konzept zur Bebauung des Areals und zur Finanzierung der Restaurierung von Klosterwirt und Stadl
konstruktiv diskutiert.
Gemäß einer Presseerklärung will sich der Gemeinderat mit diesem Konzept weiter befassen, um eine möglichst breite Zustimmung zu erreichen. Nach Klärung einiger Fragen
(u.a. Vorschläge zur Einarbeitung positiver Ergänzungen, Klärung rechtlicher Fragen) soll die Öffentlichkeit über das Ergebnis informiert werden.
Auf der Sitzung des Gemeinderates vom 9.3.09 wurde beschlossen, das Bebauungsplanverfahren für das Klosterwirtareal einzustellen.
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Die Fraktionen der Einigkeit Grafrath und der CSU brachten dafür einen Antrag ein, der die Empfehlung aus dem Bauausschuß dahingehend abänderte, nicht nur die Planfassungen, sondern das Planverfahren einzustellen.
Dieser Antrag wurde mit 9:6 Stimmen angenommen.
Aus Sicht der Einigkeit Grafrath wird damit das Ergebnis des Bürgerentscheides konsequent umgesetzt, auch wenn es darüber in der Gemeinderatssitzung kontroverse Meinungen gab.
Ziel ist es jetzt, einen neuen Vorschlag zu erarbeiten, der die Erhaltung bzw. Wiederherstellung von Klosterwirt und Stadl und eine Gestaltung des Klosterwirtareals mit geringerer Bebauung unter Führung der Gemeinde zum Ziel hat.
Hieran werden wir in den nächsten Wochen und Monaten zusammen mit der CSU und den anderen Fraktionen im Gemeinderat arbeiten.
Ein erklärender Rückblick sei an dieser Stelle erlaubt: Im Sommer 2008 haben die Fraktionen der Einigkeit Grafrath und der CSU den Kompromissvorschlag gemacht, das damals geplante Bürgerbegehren
durch ein Ratsbegehren um eine 2. Wahlmöglichkeit zu erweitern, die eine deutlich reduzierte Bebauung und ein modifiziertes Konzept vorgesehen hätte.
Offensichtlich in Erwartung des sicheren Abstimmungserfolges im Bürgerentscheid wurde dieser Vorschlag aber leider zurückgewiesen.
Hätte man den Bürgern im Bürgerentscheid diese Alternative gegeben, hätten die Bürger nicht nur Nein gesagt zu einem Vorschlag, sondern auch Ja zu einem anderen Vorschlag und es wäre Grafrath viel Ärger erspart geblieben.
Im Nachgang zum Bürgerbegehren wurde oft behauptet, Einigkeit Grafrath und CSU hätten die Bürger mit Unwahrheiten und Lügen verunsichert und damit das Bürgerbegehren entschieden.
Wir glauben nicht, dass man die Grafratherinnen und Grafrather belügen kann. Ganz im Gegenteil wurden uns von den Bürgern viele Gegenargumente aber auch Anregungen zur Änderung zum Konzept vom Forum Klosterhof genannt.
Diese Meinungen von über der Hälfte der Bürger wollen und dürfen wir nicht ignorieren. Jetzt gilt es, darauf aufzubauen und ein neues Konzept für die Gestaltung des Klosterwirtareals zu finden.
Unser Ziel ist es, dies im fairen und konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten zu tun.
Auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurde beschlossen, dem Gemeinderat zu empfehlen, die aktuellen Planfassungen für die Bebauung des Klosterwirtareals
einzustellen, nicht aber das Bebauungsplanverfahren selbst.
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Damit wurde der Antrag der Einigkeit Grafrath und der CSU nur zum Teil erfüllt. Der Bebauungsplan kann jederzeit wieder mit abgeänderten Plänen aufgenommen werden.
Forderung der Einigkeit Grafrath ist es, dass es wirklich neue Pläne sind und diese im fairen und konstruktiven Miteinander entstehen und unter Führung der Gemeinde mit veränderten Vorzeichen umgesetzt werden.
Die in der Berichterstattung angesprochenen "verhärteten Fronten" sind dazu keine gute Grundlage. An dieser Stelle ist es offen gesagt nicht verständlich, wie die Beratungen und Gespräche z.T. geführt werden bzw. in der Öffentlichkeit immer wieder gegen die Einigkeit und ihre Vertreter geschossen wird.
Bei einem Gespräch mit dem Landrat und allen Fraktionsvorsitzenden Ende November 2008 wurde besprochen, ein neues Konzept, idealerweise unter Führung der Gemeinde anzustreben, da dies dem Votum des Bürgers im Bürgerentscheid entspricht.
Offensichtlich herrscht aber über die Art des neuen Konzeptes unterschiedliche Meinung: während die Einigkeit zusammen mit der CSU ein neues Konzept unter Führung der Gemeinde und Einbezug aller Bürger erarbeiten möchte (siehe Artikel),
Artikel Konzept herunterladen (82 kb)
wollen die Befürworter des Forum Klosterhof anscheinend immer noch die alten, im Bürgerentscheid abgelehnten Konzepte vorantreiben, was nicht im Sinne der Gemeinde Grafrath sein kann. Nicht anders ist es bspw. zu erklären, dass das Forum Klosterhof die Kaufoption für das Klosterwirtareal verlängert hat.
Bevor man sich in Klausurtagungen bespricht, muss hierüber zuerst Klarheit herrschen.
Wie auf der Gemeinderatssitzung am 2.2.09 von Bürgermeister Dr. Hagenguth bekannt gegeben worden ist, hat der private Verein „Forum Klosterhof e.V.“ seine Kaufoption mit den Erben des Klosterwirtareals um 6 Monate verlängert.
Das bedeutet, dass das Vorkaufsrecht des „Forum Klosterhof“, das eigentlich am 31.12.2008 erlöschen sollte weiterhin bis Ende Juni 2009 gilt.
Bürgermeister Dr. Hagenguth hat angedeutet, dass bei einem geeigneten Konzept die Möglichkeit bestünde, dass die Gemeinde die Kaufoption übernimmt.
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- Anders als ursprünglich angekündigt, zieht sich das Forum Klosterhof nach dem abgelehnten Bürgerentscheid nicht zurück, sondern hält weiter daran fest, das Klosterwirtareal zu kaufen.
- der aktuelle Bebauungsplan für das Klosterwirtareal vom Gemeinderat eingestellt wird, da dieser und damit auch das zugrundeliegende Konzept des Forum Klosterhof e.V. im Bürgerentscheid abgelehnt wurde. Eine weitere Beratung dieses Plans wird immer nur eine unzulängliche Schönheitskorrektur des in Inhalt und Umfang abgelehnten Konzeptes bedeuten und dem kreativen Entstehen eines neuen Konzeptes im Wege stehen.
- anschließend ein neues Konzept von allen beteiligten Parteien erarbeitet wird. Dabei kann jede Seite ihre Vorstellungen von Art und Inhalt der Gestaltung dieses Areals einbringen.
- die Gemeinde Grafrath Verhandlungen mit den Erben aufnimmt, um die Kaufoption auf dieses Areal von den Erben zu erhalten.
- das dann erarbeitete neue Konzept unter Führung der Gemeinde, mit transparenten Ausschreibungsverfahren umgesetzt wird.
Um dieses Vorgehen, das auch schon in Gesprächen mit allen Gemeinderatsgruppierungen vorbesprochen wurde, umsetzen zu können, hat die Einigkeit Grafrath
zusammen mit der Fraktion der CSU einen Antrag eingebracht, das aktuelle Bebauungsplanverfahren für das Klosterwirtareal offiziell einzustellen. Dieser Antrag wird zunächst in der Bauausschuß-Sitzung am 9. Februar 2009 vorberaten.
Sie haben am 28. September des vergangenen Jahres über das Bürgerbegehren für das Klosterwirt-Areal, das dem Vorschlag des Forum Klosterhof e.V. entsprach abgestimmt und dieses mit rund 52% abgelehnt.
Wie geht es jetzt weiter? Die Einigkeit Grafrath setzt sich wie versprochen für eine Lösung ein, die unter
Führung der Gemeinde Grafrath den Erhalt bzw. die Wiederherstellung von Klosterwirt und Stadl mit einer geringeren Bebauung ermöglicht.
Aktuell finden dazu Gespräche mit allen Parteien bzw. Beteiligten statt. Ein verwertbares Ergebnis ist leider noch nicht vorhanden, aber wir bleiben hier hartnäckig für Sie "am Ball".
Ziel der Einigkeit Grafrath ist es, zusätzlich zu dem in 2008 so zentral diskutierten Thema "Klosterwirt"
auch andere Themen die für unsere Gemeinde wichtig sind, nicht aus den Augen zu verlieren und zum Wohle unserer Gemeinde und ihrer Bürger bestmögliche Lösungen zu erzielen.
In diesem Sinne bitten wir Sie weiterhin um Ihre Unterstützung für unsere Arbeit.
Selbstverständlich halten wir Sie auf unserer Internetseite auf dem Laufenden, was die weiteren Schritte angeht. Gerne stehen Ihnen unsere Gemeinderäte
auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.
Lesen Sie hier die Berichte im Fürstenfeldbrucker Tagblatt und der SZ Fürstenfeldbruck vom September 2008 zum Ausgang des Bürgerbegehrens.
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Montag, 29. November 2010
Klosterwirt Grafrath: Nach Hin und Her lenkt Bürgermeister ein - neue Beratung des Konzeptes der Real Treuhand am 2.12.2010
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Donnerstag, 14. Oktober 2010
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Montag, 11. Oktober 2010
Klosterwirt Grafrath: Konzept der Real Treuhand droht zu scheitern - Gemeinderat genehmigt nur mit Einschränkungen
Klosterwirt: Konzept der Real Treuhand droht zu scheitern
Dienstag, 9. Februar 2010
Klosterwirt Grafrath: Erben verkaufen nicht mehr an Gemeinde
Klosterwirt: Erben verkaufen nicht mehr an Gemeinde
Montag, 8. Februar 2010
Kinderkrippe: Baugenehmigung liegt vor - Klage zurückgezogen
Kinderkrippe: Baugenehmigung liegt vor
Samstag, 23. Januar 2010
Klosterwirt Grafrath: Aktueller Stand zur Diskussion um Klosterwirtkonzept der CSU und EINIGKEIT Grafrath
Aktueller Stand Klosterwirtkonzept
Montag, 28. September 2009
Ortszentrum: Belebung mit Betreutem Wohnen möglich
In der Gemeinderatssitzung vom 21. September 2009 wurde ein Bebauungsplan für das Areal an der
Hauptstraße zwischen Bahnhofsstraße und Schule verabschiedet.
Ortszentrum: Bebauungsplan verabschiedet